Seit dem Frühjahr 2010 sind wir nun in Besitz unseres selbstgebauten Futterkatapultes. Was unsere Beweggründe waren, das Katapult zu konstruieren und wie wir es letztendlich gebaut haben, könnt ihr im Folgenden lesen.

 

Wir hatten nach einer Lösung gesucht, relativ große Mengen Partikel und Groundbait zu unseren Spots zu befördern. Da an den meisten von uns befischten Gewässern allerdings Bootsverbot herrscht, kam das Boot schon garnicht erst in Frage. Daher blieben nur die Futterkelle, eine Spodrute und ein Katapult.

 

Wie ihr aber alle wisst, kommt man mit der Futterkelle nicht wirklich weit und wenn man es doch versucht, zerfällt der Ball relativ schnell. Auch mit der Spodrute gestaltet sich das Füttern mit Groundbait relativ schwierig. Partikel allein kann man zwar ohne Probleme auf 100m hinausbringen, aber sobald man zu viel Mehle untermischt, besteht schnell die Gefahr, dass in den Raketen die Hälfte stecken bleibt.

Daher hatten wir uns entschlossen, uns an die Konstruktion eines Katapults heranzuwagen.

Nach umfassender Recherche im Internet hatten wir relativ schnell ein Bild vor Augen, wie das Katapult aussehen müsste. Schnell geklärt war auch die Frage nach der Schleuder an sich. Wir haben uns für eine Wasserbombenschleuder entschieden, die es von verschiedenen Anbietern unter anderem bei ebay gibt. Wir haben die Billigste gewählt und fahren damit bis heute ziemlich gut.

Nachdem die Frage nach der Schleuder geklärt war, ging es ans Bauen des Gestells.  Diese Arbeit hat Marcel übernommen, da er schon von Berufswegen täglich mit dem Thema konfrontiert ist. ;)

 

Der Aufbau des Gestells ist an sich ganz einfach. Eine Art Tripod wurde gebaut und oben drauf wurde die Aufnahme für die Schleuder gesetzt.

Die Beine für das Gestell sind so gebaut, dass sie ausfahrbar sind, sodass wir das Katapult auf bis zu 1,90m Höhe ausfahren können und trotzdem sind sie so flexibel, dass Unebenheiten im Boden ausgeglichen werden können.

Als Material wurde durchweg V2A genommen, damit die Witterung dem Katapult nichts anhaben kann. Dadurch ist das Gestell verwindungsfrei und sehr stabil.

 

Der erste Test

 

Nachdem das Katapult nun fertig gebaut war, ging es an den ersten Test. Dabei blieben wir allerdings auf einem Feld, auf dem wir die Entfernung in 10m Schritten abgesteckt hatten.

Als Munition nutzen wir einfache Futterballen aus Haferflocken und einigen anderen Mehlen, die gerade in der Boilieküche übrig waren.

Die ersten Schüsse waren zwar noch etwas verhalten, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wurde richtig durchgezogen, wobei wir trotz strammen Gegenwind Weiten zwischen 80m und 90m erzielen konnten. Trotz dieser Weite wichen die Bälle allerdings nicht von ihrer geraden Flugbahn ab, sondern flogen immer genau geradeaus. Auch blieben die Bälle zusammen und zerfielen nicht in ihre Einzelteile.

Fazit nach der ersten Saison

 

Mittlerweile haben wir das Katapult die erste Saison mit am Wasser gehabt und sind echt begeistert.

Wir können damit sehr zielgenau unsere Marker treffen und das auch noch auf weite Entfernungen.

Einziger Nachteil ist das relativ hohe Gewicht, aber mit dem Trolley ist das kein Problem.

Der Bau hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

 

 

geschrieben von Stefan (Team UC)