Graserparty am Strom

Auf sommerlicher Graserjagd mit Christoph und Stefan

16.08.2012

 

Kein einziger Karpfen, dafür einige schöne Graser und Beifänge verschiedenster Art konnten während der gemeinsamen Session von Christoph und Stefan an der Elbe verhaftet werden.

Ans Wasser ging´s am vergangenen Sonntag, nachdem in der letzten Woche noch mal einige Kilo Boilies abgerollt und der Mais angesetzt wurde. So waren wir optimal für das Unternehmen „Hauptstrom“ vorbereitet. Dabei legten wir beide jeweils eine Rute auf einem größeren Maisspot auf Graser und eine Rute, bestückt mit unseren runden Eigenkreationen, auf Karpfen aus.

Recht bald nach dem ersten Füttern kurz nach unserer Ankunft stellten wir fest, dass im Bereich unserer Futterplätze Fisch aktiv war, was keine Selbstverständlichkeit ist. So konnten wir einige Fische über dem Maisplatz springen und buckeln sehen, die meisten werden wohl Graser gewesen sein. So wurden schnell die Ruten ausgelegt und das Camp im hohen Uferbewuchs versteckt.

Es folgte die erste Nacht, die mit rund 5°C schon recht knackig war. Zum Glück hatten wir auf die leichten Sommerschlafsäcke verzichtet ;)

Gleich der erste Morgen brachte schon Fisch. Dazu standen wir allerdings im Morgengrauen auf, um noch mal zu füttern und neu auszuwerfen.Das zahlte sich aus, denn Chris konnte so die Graserparty mit einem mittleren Exemplar eröffnen. Auch jetzt zeigten sich wieder Fische am Platz, weshalb die Rute schnell wieder im Wasser landete.

Noch vor dem Mittag konnte Stefan zwei weitere Graser mittlerer Größe fangen, wobei einer mit 15 Pfund bei 85 cm doch recht dürr war.

 

An den mit unserern Selfmades beköderten Ruten tat sich unterdessen nichts, was sich auch über den Nachmittag hinweg nicht ändern sollte. Generell tat sich während der heißesten Stunden des Tages nicht viel.

Erst am folgenden Abend ging es wieder los. Nachdem der letzte Elbdampfer des Tages vorbeigeschippert war, wurden die Ruten schnell wieder platziert. So flogen auch die Maisruten wieder auf ihre Plätze. Anschließend wurden noch ein paar Kellen gefüttert und gerade als die letzte gefüttert war - Stefan stand noch direkt neben dem Pod - pfiff die Rute auch schon wieder ab!!! Nach einem schönen Drill konnte er so seinen 3. Graser verhaften.

Nun ging es in die zweite Nacht, die auch wieder recht frisch war und neben Döbeln leider wieder keinen weiteren Karpfen oder Graser brachte. Letztere waren anscheinend weitergezogen, weshalb der Tag, abgesehen von einem mittleren Döbel auf Boilie, ruhig blieb.

Um die Fische wieder auf den Platz zu locken, fütterten wir am Abend noch einmal verstärkt Mais. Und das sollte sich auszahlen. Um 1 Uhr nachts lief  plötzlich Christophs Maisrute brachial ab, doch nach kurzem Kontakt stieg der Fisch aus. Dies sorgte natürlich für etwas Unmut bei Chris. Doch der war wieder vergessen, als sich gegen 4 Uhr früh erneut Chris´ Micron SX meldete. Nach einen schönen Drill mit den grasertypischen Fluchten kurz vor dem Kescher konnte die erste, wirkliche Bahnschwelle gelandet werden: 31 Pfund bei 96 cm! Damit wechselte auch die rosa Session-Best-Kette, die bisher Stefans Haupt schmückte, ihren Besitzer ;)

 

 

Am Morgen folgte dann noch der nächste Graser bei Chris, der allerdings wesentlich kleiner war.

Ein noch heißerer Tag folgte und neben einem bisher noch undefinierten Friedfisch auf die Maiskette und einigen Döbeln, biss keine weiterer Graser, von Karpfen ganz zu schweigen.

Für die letzte Nacht war nun noch mal kämpfen angesagt: Vorfächer neu binden, Ruten akkurat ablegen, ordentlich füttern.

Dies zahlte sich zunächst aber erstmal nur an den Boilieruten aus. Dort hatten sich mittlerweile die Döbel eingestellt und labten sich an den Murmeln. Zur allgemeinen Verwunderung konnte Stefan zusätzlich noch eine Barbe auf die Klicker fangen. Aber eben keinen Karpfen... Ansonsten blieb die Nacht ruhig.

Erst um 5 Uhr morgens meldete sich Stefans Delkim noch mal lauthals und kündigte so den letzten Graser der Session an. Ein versöhnlicher Abschluss der Session im Morgengrauen :)

Unser Fazit: Prima Session, leider aber ohne Karpfen! Der Bestand an Karpfen in diesem Flussabschnitt ist derart gering, dass es uns einfach nicht gelingen wollte, einen der Brüder zu verhaften...denn wo keine Karpfen sind, können schließlich auch keine beißen ;)

Aber die Graser entschädigten uns allemal durch beherzte Runs und den ein oder anderen spannenden Drill.

 

Stefan und Christoph